PRIM. PROF. DR. MARCUS SÄEMANN

Facharzt für Innere Medizin, Additivfach Nephrologie
1190 Wien

Nierentransplantation

Die Nierentransplantation stellt grundsätzlich die beste Form der Nierenersatztherapie dar, da sie zur besten Lebensqualität von Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz führt und zudem auch zur höchsten Lebenserwartung führt.

Grundsätzlich ist die Nierentransplantation einerseits heutzutage keine komplizierte Operation mehr, andererseits muss aber, da es sich (außer man bekommt die Niere eines eineiigen Zwillings) um fremdes Gewebe handelt, welches vom Immunsystem erkannt und damit abgestoßen werden würde, bestimmte Medikamente zur Unterdrückung einer solchen Abstoßungsreaktion schlucken, sog. Immunsuppressiva. Diese werden jedoch derzeit sehr gut vertragen werden und im Langzeitverlauf in nur geringer Dosierung verabreicht.

Formen der Nierentransplantation

Die beste Form der Nierentransplantation stellt die sog. Lebendspende dar, bei der enge Verwandte, auch Freunde oder Eheleute eine Niere spenden, vorausgesetzt, sie sind gesund. Damit werden die allerbesten Langzeitergebnisse erzielt, für den Spender besteht nur ein sehr geringes operatives Risiko im Rahmen der Organentnahme.

Sollte keine Lebendspende möglich sein, so besteht die Möglichkeit einer Leichenspende, bei welcher der terminal nierenkranke Patient ausreichend durchgecheckt werden muss, um gesund genug für eine Nierentransplantation zu sein, um auf die Warteliste für einen geeigneten Spender zu kommen. Österreich ist bei EUROTRANSPLANT Mitglied, wo die Vergabe eines geeigneten Spenderorgans nach strengen Regeln und mit Vergabe eines Punktesystems, wo u.a. Wartezeit an der Dialyse, Empfängeralter, etc. eingehen.

Wichtig ist die rechtzeitige Erwägung einer Nierentransplantation und gegebenenfalls die aktive Listung nach eingehender Aufklärung des Patienten, wenn der vollständige Funktionsverlust der Nieren bereits absehbar ist.