PRIM. PROF. DR. MARCUS SÄEMANN

Facharzt für Innere Medizin, Additivfach Nephrologie 1190 Wien

Hypertonie – Bluthochdruck

Ein zu hoher Blutdruck ist ein bedeutender Risikofaktor für Herz-, Gefäß-, Augen- und auch Nierenerkrankungen. Leider verursacht Bluthochdruck über einen langen Zeitraum kaum oder gar keine Beschwerden, weshalb die Erkrankung oft zu spät entdeckt wird.

Durch einen hohen Blutdruck werden nicht nur alle Gefäße des Körpers geschädigt, sondern auch die Funktion von Organen allen voran Herz und Nieren: es entstehen kleine Risse in der Gefäßinnenhaut, in denen sich verschiedene Ablagerungen gemeinsam mit Verkalkungen einlagern. Dadurch verdicken und verhärten sich die Gefäßwände, man spricht deshalb auch von Arterienverkalkung oder auch Arteriosklerose.

Ab wann muß Bluthochdruck behandelt werden?

Ein Blutdruck, der bei wiederholten Messungen klar über 140/90 mmHg liegt, muss behandelt werden. Glücklicherweise stehen uns heute viele hochwirksame Medikamente zur Verfügung, welche individuell abgestimmt werden müssen und in der Regel auch gut vertragen werden.

Viele Nierenerkrankungen, welche die Nierenfunktion beschädigen, führen auch zu Bluthochdruck, und damit zu einer weiteren Schädigung der Nieren, was letztlich in einem Teufelskreis endet. Eine individuelle auf den Patienten abgestimmte Blutdrucktherapie gemeinsam mit speziellen Lebensstilmaßnahmen kann dem Patienten helfen sein kardiovaskuläres Risiko bedeutsam zu senken und damit auch seine Nieren zu schützen.

 

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